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Einkorn- und Emmerflocken selber machen: Urgetreide frisch geflockt
Einkorn und Emmer gehören zu den ältesten Getreiden der Welt – und sie schmecken frisch geflockt besonders gut. Einkornflocken leuchten goldgelb und sind mild-nussig, Emmerflocken herzhaft und kräftig. Beide sind Spelzgetreide: Du kaufst entspelzte Körner, feuchtest sie kurz an und flockst sie wie Dinkel.
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Kurz gesagt
Einkorn und Emmer sind Urgetreide und Spelzgetreide. Für Flocken kaufst du deshalb entspelzte Körner, im Handel oft „geschält“. Wie Dinkel feuchtest du sie kurz an und lässt sie antrocknen – werkstück nennt für seinen Futuria-Flocker bei Urkorn rund 5 Stunden. Einkornflocken schmecken mild-nussig und sind goldgelb, Emmerflocken herzhaft. Beide enthalten Gluten.
Inhalt dieser Seite
- Einkorn und Emmer: Urgetreide kurz erklärt
- Einkorn- und Emmerflocken: kaufen oder selber machen?
- Die richtigen Körner kaufen
- Einkorn- und Emmerflocken selber machen
- Wie schmecken Einkorn- und Emmerflocken?
- Verwendung: Porridge, Müsli, Brot, Kekse
- Rezeptidee: Goldenes Einkorn-Porridge mit Himbeeren
- Häufige Fehler bei Urgetreide-Flocken
- Haltbarkeit
- Urgetreide und Gluten
- Welches Gerät für Urgetreide?

Einkorn und Emmer: Urgetreide kurz erklärt
Einkorn zählt zu den ältesten Kulturgetreiden überhaupt. Schon in der Jungsteinzeit wurde es in Mitteleuropa angebaut, und auch bei Ötzi fanden Forschende Einkornreste. Pro Ährchen trägt es meist nur ein Korn – daher der Name. Einkorn enthält deutlich mehr Carotinoide als moderner Weizen, darunter Lutein. Deshalb sind Einkornmehl und Einkornflocken gelblich.
Emmer, auch Zweikorn genannt, trägt zwei Körner pro Ährchen. Er wird seit mindestens zehntausend Jahren angebaut und ist ein Verwandter des Hartweizens. Es gibt weißen, roten und schwarzen Emmer.
Beide sind Spelzgetreide: Die Körner sitzen fest in harten Spelzen, ähnlich wie beim Dinkel. Die Spelzen müssen vor dem Essen in einer Schälmühle entfernt werden.
Einkorn- und Emmerflocken: kaufen oder selber machen?
Fertige Einkorn- und Emmerflocken findest du vor allem im Bioladen, im Reformhaus und online, seltener im Supermarkt. Wie alle Industrieflocken werden sie gedämpft und gedarrt. Das macht sie lange haltbar, dabei leiden aber hitzeempfindliche Inhaltsstoffe wie einige B-Vitamine.
Selbst geflockt sind beide Urgetreide unbehandelt und zeigen ihr volles Aroma. Gerade beim Einkorn lohnt sich das: Die frischen Flocken sind kräftig goldgelb und duften nussig-süß. Billiger wird es durch das Selberflocken nicht – es lohnt sich wegen Frische und Geschmack.
Die richtigen Körner kaufen
Achte auf den Hinweis „entspelzt“ oder „geschält“. Ungeschältes Einkorn oder ungeschälter Emmer ist Saatgut für den Garten oder den Acker, nicht für die Flockenquetsche. Bio-Ware in Lebensmittelqualität ist ideal. Keimfähige Körner zeigen, dass beim Entspelzen nicht mit Hitze gearbeitet wurde.
Einkorn- und Emmerflocken selber machen
Hafer lässt sich trocken quetschen. Härtere Getreide wie Dinkel, Weizen und Roggen werden geschmeidiger, wenn man sie kurz anfeuchtet und antrocknen lässt. Die Zeiten unterscheiden sich je nach Hersteller. werkstück nennt Urkorn in seinen Produktangaben ausdrücklich: im Sieb anfeuchten und rund 5 Stunden trocknen lassen.
Körner abwiegen
50–60 g entspelztes Einkorn oder Emmer pro Portion.Anfeuchten
Im Sieb kurz kalt abbrausen und gut abtropfen lassen. Nicht einweichen.Antrocknen lassen
Auf einem Küchentuch ausbreiten, bis sich die Oberfläche trocken anfühlt. Abends anfeuchten, morgens flocken – so passt es in den Alltag.Walzen einstellen
Einkornkörner sind klein. Starte mit einem mittleren bis engen Abstand und justiere nach. Mehr unter Walzenabstand einstellen.Flocken
Gleichmäßig durchlaufen lassen und die Flocken direkt verwenden.
Wie schmecken Einkorn- und Emmerflocken?
Einkornflocken sind mild, leicht süßlich und nussig. Ihre gelbe Farbe macht jedes Müsli und jedes Porridge sonnig. Emmerflocken schmecken herzhafter und kräftig-nussig, mit einer leicht würzigen Note. Emmer passt deshalb gut in Brot und herzhafte Gerichte, Einkorn eher ins süße Frühstück.
Verwendung: Porridge, Müsli, Brot, Kekse
- Porridge: Einkornflocken ergeben einen goldgelben, cremigen Brei.
- Müsli: über Nacht eingeweicht, pur oder mit Hafer gemischt.
- Brot: Emmerflocken bringen Biss und ein herzhaftes Aroma in Vollkornbrot.
- Kekse und Granola: Einkorn röstet schön goldbraun, siehe Granola aus frisch geflockten Körnern.
Rezeptidee: Goldenes Einkorn-Porridge mit Himbeeren
Für 1 Portion: 50 g frische Einkornflocken, 250 ml Hafermilch, 1 Prise Salz, ½ geriebener Apfel, 1 TL Mandelmus, 100 g Himbeeren, 1 EL gehackte Walnüsse. Flocken mit Hafermilch und Salz aufkochen und unter Rühren 4–5 Minuten köcheln lassen. Den geriebenen Apfel unterrühren, mit Mandelmus, Himbeeren und Walnüssen servieren. Die Hafermilch machst du mit dem Rezept für Hafermilch aus frischen Flocken selbst.
Häufige Fehler bei Urgetreide-Flocken
- Ungeschälte Körner gekauft: Spelzen gehören nicht in die Flockenquetsche und nicht ins Müsli. Achte auf „entspelzt“ oder „geschält“.
- Walzen zu weit: Gerade die kleinen Einkornkörner rutschen bei zu weitem Spalt ganz durch. Lieber enger starten.
- Zu nass gequetscht: Klebrige Körner schmieren die Walzen. Erst flocken, wenn die Oberfläche trocken ist.
- Zu lange gelagert: Frisch gequetschtes Urgetreide verliert sein Aroma schnell. Flocke nur, was du gleich isst.
Haltbarkeit
Frische Flocken möglichst sofort essen, spätestens innerhalb weniger Tage, luftdicht und kühl gelagert. Freigesetzte Enzyme und Sauerstoff lassen die Fette im Keim schnell bitter werden. Mehr dazu unter Haltbarkeit frischer Flocken.
Urgetreide und Gluten
Einkorn und Emmer sind alte Weizenarten und enthalten Gluten. „Urgetreide“ heißt nicht glutenfrei. Bei Zöliakie sind beide nicht geeignet. Kläre im Zweifel mit deiner Ärztin oder deinem Arzt, welche Körner für dich infrage kommen. Glutenfrei von Natur aus ist dagegen Buchweizen.
Welches Gerät für Urgetreide?
Einkorn und Emmer flockt jede gute Flockenquetsche mit verstellbaren Walzen. Mit der Hand brauchst du etwas mehr Kraft als bei Hafer, ähnlich wie bei Dinkel. Ein stabiler Handflocker wie die Eschenfelder Korn-Quetsche ist dafür gebaut. Wenn du nicht kurbeln möchtest, findest du Alternativen bei den elektrischen Flockenquetschen. Grundwissen zu Walzen und Typen bietet der Flockenquetschen-Ratgeber.
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- Käufer loben die gleichmäßigen, schönen Flocken
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- Hersteller verleiht ihn zum Ausprobieren
- Walzenabstand fest – keine Wahl zwischen zart und kernig
- Kleiner Trichter (ca. 150 g)
- Antrieb
- elektrisch
- Walzen
- Edelstahl, Abstand fest
- Leistung
- ca. 60 g/min (Hersteller)
- Montage
- freistehend
- Garantie
- 3 Jahre
Weitere Getreide mit ähnlicher Vorbereitung sind Weizen und Dinkel. Alle Sorten im Überblick zeigt die Getreide-Übersicht.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Einkorn und Emmer?
Einkorn trägt pro Ährchen meist ein Korn, Emmer – auch Zweikorn genannt – zwei. Beide sind alte Weizenarten und Spelzgetreide. Einkorn ist reich an Carotinoiden, seine Flocken sind deshalb goldgelb und schmecken mild-nussig. Emmer ist ein Verwandter des Hartweizens und schmeckt herzhafter und kräftiger.
Müssen Einkorn und Emmer vor dem Flocken entspelzt werden?
Ja. Bei beiden sitzen die Körner fest in harten Spelzen, die vor dem Essen in einer Schälmühle entfernt werden. Für die Flockenquetsche kaufst du deshalb entspelztes Einkorn oder entspelzten Emmer. Ungeschälte Körner sind für die Aussaat gedacht und gehören nicht in den Flocker.
Sind Einkornflocken glutenfrei?
Nein. Einkorn und Emmer sind Weizenarten und enthalten Gluten. Bei Zöliakie sind sie nicht geeignet, auch wenn sie oft als besonders ursprünglich beworben werden. Sprich bei einer Glutenunverträglichkeit mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. Eine glutenfreie Alternative zum Flocken ist Buchweizen.
Wie lange halten frische Einkorn- und Emmerflocken?
Frische Flocken möglichst sofort essen, spätestens innerhalb weniger Tage, luftdicht und kühl gelagert. Freigesetzte Enzyme und Sauerstoff lassen die Fette im Keim schnell bitter werden. Die entspelzten Körner halten dagegen trocken, kühl und dunkel gelagert lange. Flocke also lieber täglich eine Portion frisch.
Quellen
Passt dazu
- ÜberblickGetreideGetreide flocken mit der Flockenquetsche: welche Körner trocken gehen, welche du anfeuchten solltest – mit Übersichtstabelle zu Geschmack und Eignung.
- WissenDinkelDinkelflocken selber machen statt kaufen: So feuchtest du Dinkel richtig an, stellst die Flockenquetsche ein und nutzt die frischen Flocken in Müsli und Brot.
- WissenWeizenWeizenflocken selber machen: Welcher Weizen sich eignet, wie du ihn anfeuchtest und wofür die milden, frischen Flocken in Müsli, Brot und Keksen passen.
- WissenWalzenabstand einstellenHaferflocken zart oder kernig? Was der Unterschied ist, wofür sich welche Flocke eignet und wie du den Walzenabstand deiner Flockenquetsche richtig einstellst.
- WissenHaltbarkeitWie lange halten frisch gequetschte Haferflocken, wie lange gekaufte? Warum frische Flocken bitter werden, wie du ranzige erkennst und Hafer richtig lagerst.
Wer hier schreibt
Redaktion flockenquetsche.com
Kaufberatung & Wissen rund ums Selberflocken
Wir sind die Redaktion von flockenquetsche.com. Wir werten Herstellerangaben, Bedienungsanleitungen, Händlerdaten und Studien aus und machen daraus verständliche Kaufberatung – mit Quellen auf jeder Seite. Eigene Labortests machen wir nicht, und das sagen wir offen.
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